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Germaican Observer: Wenn man Deine
Performance auf dem diesjährigen "Splash!"
gesehen hat, die ganze Energie und die Vibes, und das seit
weit mehr als 10 Jahren
Hast Du ein Geheimnis?
General Degree: Ich bin einfach nur beständig,
in Jamaica bin ich als einer der beständigsten Artists
bekannt. Über die Jahre habe ich versucht original zu
sein, konzentriert, habe meinen Stil nicht geändert,
habe einfach versucht ich selbst zu sein
und immer mit
Songs rauszukommen, selbst wenn sie nicht einer von diesen
No. 1, "big songs" weltweit oder in Jamaica waren.
waren es Songs, die populär sind, die mich im System
gehaltenen haben. Das gibt mir die Energie und ich fühle
mich gut. Also ist es der Vibe der Songs, der Vibe den ich
den Leuten gebe und die Vibes, die von den Leuten zurück
kommen und mich gut performen lassen.
G.O.: Es wird Deine erste Europa-Tour
sein
G.D.: Genau
die Fans können eine gute Performance
erwarten, wir hatten im Laufe der Jahre so viele Songs in
Deutschland und in Europa, die populär sind.
G.O.: Wenn Du auf Deine Karriere zurück
blickst, was hat sich verändert zwischen dem Newcomer
und dem Veteranen Degree?
G.D.: Du bist erwachsener, Du schaust positiver auf
das Leben, Du denkst nicht mehr so sehr an die normalen Dinge,
wie hier und da hingehen und daran dieses zu bekommen und
jenes zu verdienen und alles mögliche zu kaufen
Du denkst familiärer, siehst wie Deine Babys grosse Kinder
werden und stellst fest, dass Du das Leben ernster nehmen
musst. Bestimmte Sachen um Dich herum, veranlassen Dich dazu,
Dein Leben verändern zu wollen.
G.O.: Du hast nie einen direkten "Slacksong"
gemacht, "Pianist" denke ich, war derjenige, der
der Bezeichnung wohl am nächsten kommt. War das eine
bewusste Entscheidung von Dir, weil es beinahe jeder andere
tut?
G.D.: Yeah man, das wollte ich so. Ich wuchs in einem
christlichen Elternhaus auf, also war es nicht erlaubt, bestimmte
Sachen zu sagen, Du hälst solche Sachen von zu hause
fern. Ausserdem merkst Du, wenn Du aufwächst, dass Du
Deine Eltern stolz machen willst, also wollte ich, wenn ich
Songs machte, nicht etwas sagen, was unangenehm hätte
sein können
Also hab ich "Granny" gemacht, das so etwas wie
der Durchbruch für mich war. Seitdem habe ich suggestive
Songs gemacht. Früher war ich einmal dafür bekannt,
der suggestivste Artist aus Jamaica zu sein.
"Pianist", "Bodyguard" und andere Songs
benutzen nichts explizites, aber man weis worüber ich
spreche. Für mich ist es kreativer, wenn Du z.B. etwas
über eine Flasche sagen kannst und darüber denken
kannst was Du möchtest und die Leute sagen "wie
kommst Du nur da drauf?", als einfach nur immer gerade
heraus zu kommen. Ich mag es den beschwerlicheren Weg aussen
herum zu gehen, ich schätze das ist es.
G.O.: Im ersten Interview mit Dir,
vor über drei Jahren hattest Du mir über Dein Label
Size 8 erzählt, was ist mit dem Label bis heute
passsiert?
G.D.: Nun, es läuft, gerade habe ich einen neuen
Riddim, "Banjo", bisher habe ich sechs Songs drauf,
Beenie Man, Bounty Killer, Hawkeye, Tanto
Metro & Devonte, mich selbst und einen jungen
Artist, der Farmer George heisst. Wenn ich nach dieser
Tour nach Jamaica zurück komme, werde ich den Riddim
fertigstellen, es sind noch Capleton, Chico
und Zumjay übrig, um drauf zu voicen
Das Label ist also immer noch da, und ist so etwas wie ein
Partyding für mich. General Degree zu sein ist
meine erste Karriere, das Produzieren ist eher wie eine Hobby-,
Teilzeit- oder Nebensache für mich. Viele sagen, dass
ich gute Produktionen mache, aber es ist sehr schwierig gleichzeitig
Artist und Produzent-Produzent zu sein, deshalb brauche ich
manchmal auch so lange um mit einem Riddim rauszukommen.
G.O.: Wenn Du Dir anschaust was weltweit
mit Dancehall und Reggae passiert, was denkst Du?
G.D.: Um ehrlich zu sein, gewöhnlicherweise breaken
Artists, wenn sie breaken in ihrer frühen Karriere. Zur
Zeit meiner frühen Karriere gab es nicht sehr viel. Es
gab zwar interessierte Leute, aber sie wussten nicht, wie
man einen Dancehall Artist vermarkten kann, also bekam ich
nicht die Chance gesignt zu werden. Viele waren interessiert
und ich war kurz davor einen Deal zu unterschreiben
Was sie damals immer versuchten war Dich auf HipHop-Reggae-Beats
zu bekommen, sobald Du unterschrieben hattest. Aber es 100%
Dancehall zu halten, ist der Weg der gegangen werden muss.
Wenn ich das sehe was jetzt passiert, denke ich es ist gut,
weil ich auch denke, dass ich den Weg geebnet habe für
viele junge Artists, denn viele Artists haben über die
Jahre meine Melodien verwandt. Sean Paul hat in einem
seiner Interviews gesagt, dass ich und Professor Nuts
zu den besten Artists zählen, wenn also diese jüngeren
den Break schaffen, fühle ich mich gut, weil ich weiss,
dass ich geholfen habe einen Weg zu ebnen und sehen kann bis
wohin sich diese Musik hochgearbeitet hat.
G.O.: Du bist ein Veteran im Business,
und hast schon mit, ich bin sicher, fast allen Producern in
Jamaica zusammengearbeitet
wie war es mit deutschen
Produzenten?
G.D.: Der Unterschied mit Pionear ist, dass
er sehr professionell arbeitet, in Jamaica gibt es eine Menge
Leute die produzieren, aber sie sind nicht professionell,
und Pionear weiss was er tut. Ich erzähle den
Leuten immer, dass Pionear ein "wicked producer"
ist
Ich erzähle den Leuten andauernd, dass dieser
"Brother" aus Deutschland seine Sache beherrscht
und die Musik fühlt. Den Song, den ich für ihn auf
dem "Doctor's Darling" gemacht habe, ist einer der
besseren Songs, die ich seit langem gemacht habe. Wenn die
Leute den Tune hören, ist es so, als ob sie einen anderen
Degree hören. Ich freue mich darauf, wenn dieser
Song einer der Songs in meinem Katalog werden wird. Ich plane
sogar ein Video dafür zu machen.
Big Up to Pionear, egal wo er gerade ist!
G.O.: Gibt es Unterschiede zu einer
Performance in Jamaica, wenn Du im Ausland spielst?
G.D.: Was ich bemerkt habe ist, dass es einen grossen
Unterschied macht, ob Du vor Jamaicans, oder Leuten mit Jamaican
Background auf der einen Seite, oder Leuten, die zwar Reggaefans
sind, aber keine Jamaican Roots haben, auf der anderen Seite,
spielst
An manchen Orten ohne Reggae Connection flippen
die Leute total aus. Etwas ist grundsätzlich anders.
Wenn ich ausserhalb von Jamaica performe, muss ich nach wie
vor die alten Songs spielen, tief in meinen Katalog gehen.
Klar mache ich auch neue Songs, aber die Leute werden verrückt,
wenn sie Songs wie "Granny" hören.
G.O.: Wie sehen die Pläne für
Deine Zukunft aus, Dein "Best of" Album ist seit
nicht allzu langer Zeit draussen, oder?
G.D.: Yeah, es heisst "Smash Hits" und umfasst
Songs bis 1999/2000, es ist etwas, dass eine Weile aktuell
sein wird, es hat eine lange Habwertzeit
Dazu muss man
sagen, dass keine grosse Promotion-Maschine hinter dem Album
steht, die es ausserhalb von Jamaica pusht.
Seitdem habe ich viele "big songs" wie "Inna"
die nicht mit auf dem Album sind rausgebracht, und es werden
noch viele neue Songs kommen, denn die Anzahl der Produzenten
in Jamaica heutzutage ist unglaublich.
G.O.: Irgend etwas, dass Du den Fans
sagen möchtest, die kommen werden, um Dich auf Deiner
Europa Tour zu sehen?
G.D.: Alle meine Fans, die mich bisher noch nie live
gesehen haben, sollten "1.000 Degrees" erwarten,
kommte einfach und unterstützt das Ding. Es wird möglich
sein das "Smash Hits" Album und T-Shirts zu kaufen
An die, die mich schon gesehen haben: es wird bei jedem Mal
besser, und möge es immer ein einiger friedlicher Vibe
sein!
Germaican Observer: Danke, Degree,
ich hoffe Dich auf einer der Shows sehen zu können.
General Degree: Yeah man, definitely alright sweetheart,
tek care, respect.
Nadine Reid/ G.O. Leipzig/SN.
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