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Germaican Observer: Wenn man Deine Performance auf dem diesjährigen "Splash!" gesehen hat, die ganze Energie und die Vibes, und das seit weit mehr als 10 Jahren… Hast Du ein Geheimnis?
General Degree: Ich bin einfach nur beständig, in Jamaica bin ich als einer der beständigsten Artists bekannt. Über die Jahre habe ich versucht original zu sein, konzentriert, habe meinen Stil nicht geändert, habe einfach versucht ich selbst zu sein… und immer mit Songs rauszukommen, selbst wenn sie nicht einer von diesen No. 1, "big songs" weltweit oder in Jamaica waren. waren es Songs, die populär sind, die mich im System gehaltenen haben. Das gibt mir die Energie und ich fühle mich gut. Also ist es der Vibe der Songs, der Vibe den ich den Leuten gebe und die Vibes, die von den Leuten zurück kommen und mich gut performen lassen.

G.O.: Es wird Deine erste Europa-Tour sein…
G.D.: Genau… die Fans können eine gute Performance erwarten, wir hatten im Laufe der Jahre so viele Songs in Deutschland und in Europa, die populär sind.

G.O.: Wenn Du auf Deine Karriere zurück blickst, was hat sich verändert zwischen dem Newcomer und dem Veteranen Degree?
G.D.: Du bist erwachsener, Du schaust positiver auf das Leben, Du denkst nicht mehr so sehr an die normalen Dinge, wie hier und da hingehen und daran dieses zu bekommen und jenes zu verdienen und alles mögliche zu kaufen… Du denkst familiärer, siehst wie Deine Babys grosse Kinder werden und stellst fest, dass Du das Leben ernster nehmen musst. Bestimmte Sachen um Dich herum, veranlassen Dich dazu, Dein Leben verändern zu wollen.


General Degree (04.10.2003 in Köln)
Photo: ©2003 www.reggaephotos.de

G.O.: Du hast nie einen direkten "Slacksong" gemacht, "Pianist" denke ich, war derjenige, der der Bezeichnung wohl am nächsten kommt. War das eine bewusste Entscheidung von Dir, weil es beinahe jeder andere tut?
G.D.: Yeah man, das wollte ich so. Ich wuchs in einem christlichen Elternhaus auf, also war es nicht erlaubt, bestimmte Sachen zu sagen, Du hälst solche Sachen von zu hause fern. Ausserdem merkst Du, wenn Du aufwächst, dass Du Deine Eltern stolz machen willst, also wollte ich, wenn ich Songs machte, nicht etwas sagen, was unangenehm hätte sein können…
Also hab ich "Granny" gemacht, das so etwas wie der Durchbruch für mich war. Seitdem habe ich suggestive Songs gemacht. Früher war ich einmal dafür bekannt, der suggestivste Artist aus Jamaica zu sein.
"Pianist", "Bodyguard" und andere Songs benutzen nichts explizites, aber man weis worüber ich spreche. Für mich ist es kreativer, wenn Du z.B. etwas über eine Flasche sagen kannst und darüber denken kannst was Du möchtest und die Leute sagen "wie kommst Du nur da drauf?", als einfach nur immer gerade heraus zu kommen. Ich mag es den beschwerlicheren Weg aussen herum zu gehen, ich schätze das ist es.

G.O.: Im ersten Interview mit Dir, vor über drei Jahren hattest Du mir über Dein Label Size 8 erzählt, was ist mit dem Label bis heute passsiert?
G.D.: Nun, es läuft, gerade habe ich einen neuen Riddim, "Banjo", bisher habe ich sechs Songs drauf, Beenie Man, Bounty Killer, Hawkeye, Tanto Metro & Devonte, mich selbst und einen jungen Artist, der Farmer George heisst. Wenn ich nach dieser Tour nach Jamaica zurück komme, werde ich den Riddim fertigstellen, es sind noch Capleton, Chico und Zumjay übrig, um drauf zu voicen…
Das Label ist also immer noch da, und ist so etwas wie ein Partyding für mich. General Degree zu sein ist meine erste Karriere, das Produzieren ist eher wie eine Hobby-, Teilzeit- oder Nebensache für mich. Viele sagen, dass ich gute Produktionen mache, aber es ist sehr schwierig gleichzeitig Artist und Produzent-Produzent zu sein, deshalb brauche ich manchmal auch so lange um mit einem Riddim rauszukommen.

G.O.: Wenn Du Dir anschaust was weltweit mit Dancehall und Reggae passiert, was denkst Du?
G.D.: Um ehrlich zu sein, gewöhnlicherweise breaken Artists, wenn sie breaken in ihrer frühen Karriere. Zur Zeit meiner frühen Karriere gab es nicht sehr viel. Es gab zwar interessierte Leute, aber sie wussten nicht, wie man einen Dancehall Artist vermarkten kann, also bekam ich nicht die Chance gesignt zu werden. Viele waren interessiert und ich war kurz davor einen Deal zu unterschreiben… Was sie damals immer versuchten war Dich auf HipHop-Reggae-Beats zu bekommen, sobald Du unterschrieben hattest. Aber es 100% Dancehall zu halten, ist der Weg der gegangen werden muss.
Wenn ich das sehe was jetzt passiert, denke ich es ist gut, weil ich auch denke, dass ich den Weg geebnet habe für viele junge Artists, denn viele Artists haben über die Jahre meine Melodien verwandt. Sean Paul hat in einem seiner Interviews gesagt, dass ich und Professor Nuts zu den besten Artists zählen, wenn also diese jüngeren den Break schaffen, fühle ich mich gut, weil ich weiss, dass ich geholfen habe einen Weg zu ebnen und sehen kann bis wohin sich diese Musik hochgearbeitet hat.


General Degree (04.10.2003 in Köln)
Photo: ©2003 www.reggaephotos.de

G.O.: Du bist ein Veteran im Business, und hast schon mit, ich bin sicher, fast allen Producern in Jamaica zusammengearbeitet… wie war es mit deutschen Produzenten?
G.D.: Der Unterschied mit Pionear ist, dass er sehr professionell arbeitet, in Jamaica gibt es eine Menge Leute die produzieren, aber sie sind nicht professionell, und Pionear weiss was er tut. Ich erzähle den Leuten immer, dass Pionear ein "wicked producer" ist… Ich erzähle den Leuten andauernd, dass dieser "Brother" aus Deutschland seine Sache beherrscht und die Musik fühlt. Den Song, den ich für ihn auf dem "Doctor's Darling" gemacht habe, ist einer der besseren Songs, die ich seit langem gemacht habe. Wenn die Leute den Tune hören, ist es so, als ob sie einen anderen Degree hören. Ich freue mich darauf, wenn dieser Song einer der Songs in meinem Katalog werden wird. Ich plane sogar ein Video dafür zu machen.
Big Up to Pionear, egal wo er gerade ist!

G.O.: Gibt es Unterschiede zu einer Performance in Jamaica, wenn Du im Ausland spielst?
G.D.: Was ich bemerkt habe ist, dass es einen grossen Unterschied macht, ob Du vor Jamaicans, oder Leuten mit Jamaican Background auf der einen Seite, oder Leuten, die zwar Reggaefans sind, aber keine Jamaican Roots haben, auf der anderen Seite, spielst… An manchen Orten ohne Reggae Connection flippen die Leute total aus. Etwas ist grundsätzlich anders. Wenn ich ausserhalb von Jamaica performe, muss ich nach wie vor die alten Songs spielen, tief in meinen Katalog gehen. Klar mache ich auch neue Songs, aber die Leute werden verrückt, wenn sie Songs wie "Granny" hören.

G.O.: Wie sehen die Pläne für Deine Zukunft aus, Dein "Best of" Album ist seit nicht allzu langer Zeit draussen, oder?
G.D.: Yeah, es heisst "Smash Hits" und umfasst Songs bis 1999/2000, es ist etwas, dass eine Weile aktuell sein wird, es hat eine lange Habwertzeit… Dazu muss man sagen, dass keine grosse Promotion-Maschine hinter dem Album steht, die es ausserhalb von Jamaica pusht.
Seitdem habe ich viele "big songs" wie "Inna" die nicht mit auf dem Album sind rausgebracht, und es werden noch viele neue Songs kommen, denn die Anzahl der Produzenten in Jamaica heutzutage ist unglaublich.

G.O.: Irgend etwas, dass Du den Fans sagen möchtest, die kommen werden, um Dich auf Deiner Europa Tour zu sehen?
G.D.: Alle meine Fans, die mich bisher noch nie live gesehen haben, sollten "1.000 Degrees" erwarten, kommte einfach und unterstützt das Ding. Es wird möglich sein das "Smash Hits" Album und T-Shirts zu kaufen… An die, die mich schon gesehen haben: es wird bei jedem Mal besser, und möge es immer ein einiger friedlicher Vibe sein!

Germaican Observer: Danke, Degree, ich hoffe Dich auf einer der Shows sehen zu können.
General Degree: Yeah man, definitely alright sweetheart, tek care, respect.

Nadine Reid/ G.O. Leipzig/SN.


   
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